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Häufige Inkasso-Fehler
Inkasso-Forderungen sind oft fehlerhaft — worauf du bei der Abrechnung achten solltest
Die wichtigsten Zahlen
Laut vzbv-Umfrage hielten 42 % der Empfänger ihr Inkasso-Schreiben für unberechtigt
Erstattungsfähig ist nur das tatsächliche Porto: Standardbrief Inland 0,95 €, Einschreiben Großbrief derzeit 4,15 €
Kontoführungsgebühren sind ohne Vertrag meist unzulässig
Hauptforderungen sind oft strittig (Abo-Fallen, bereits bezahlte Rechnungen, verjährte Forderungen)
Inkasso-Forderungen sind oft fehlerhaft
Die häufigsten Verstöße im Detail
| Verstoß | Häufigkeit | Erlaubt | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|
| Überhöhte Porto-Gebühren | Oft | Tatsächl. Porto (Standardbrief 0,95 €) | Nur angefallenes Porto erstattungsfähig |
| Kontoführungsgebühren | Häufig | Meist 0€ | Ohne Vertrag unzulässig |
| Überhöhte Mahngebühren | Sehr häufig | Max. 2,50€ | BGH-Rechtsprechung |
| Strittige Hauptforderung | Oft | — | § 13a ff. RDG |
| Überhöhte Inkassokosten | Häufig | RVG-Tabelle | § 13e RDG |
Typische Warnsignale
Wenn dein Inkasso-Schreiben eines dieser Merkmale hat, ist die Chance hoch, dass etwas nicht stimmt:
- •Porto-Pauschalen über dem tatsächlichen Porto (Standardbrief Inland 0,95 €)
- •„Kontoführungsgebühren" oder „Bearbeitungspauschalen"
- •Mahngebühren über 2,50€ pro Mahnung
- •Keine Angabe des ursprünglichen Gläubigers
- •Drohungen mit Schufa, Haft oder Pfändung im ersten Schreiben
- •Keine Angabe des Aktenzeichens oder der Forderungsgrundlage
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